Der 14. Februar ist einer der Lieblingstage der Blumenindustrie. Einen ähnlich hohen Umsatz verzeichnet die Branche sonst nur noch am Muttertag. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bemängelt, dass viele der verkauften Blumen unter sehr umweltschädlichen und unsozialen Verhältnissen herangezüchtet und oft mit Flugzeugen nach Europa gebracht werden. Rund 90 Prozent der in Deutschland verkauften Schnittblumen stammen von holländischen Großhändlern.
Der Hauptteil davon kommt wiederum aus afrikanischen oder lateinamerikanischen Ländern. Dort erlauben die klimatischen Bedingungen die ganzjährige Blumenzucht ohne zusätzliche Beheizung oder künstliches Licht, wie dies in europäischen Gewächshäusern erforderlich wäre. Die Blumenindustrie profitiert in Entwicklungsländern nicht selten auch von billiger Kinderarbeit, niedrigen Löhnen, geringen Umweltauflagen oder fehlender behördlicher Kontrolle. So werden auf den Blumenplantagen in der Dritten Welt oft hochgiftige Pestizide eingesetzt, die in Europa verboten sind. Continue reading »









